Ambiguitätstoleranz
Neue Erkenntnisse dürfen alte Wahrheiten überschreiben.
Ambiguitätstoleranz bedeutet auch, die eigenen alten Überzeugungen an neue Fakten anzupassen.
Menschen mögen Eindeutigkeit.
Was gestern richtig war, fühlt sich gerne auch morgen noch so an. Dabei treffen wir die meisten Entscheidungen mit den Informationen, die uns gerade zur Verfügung stehen und aus unseren Erfahrungen der Vergangenheit.
Eine Organisationsstruktur kann heute hervorragend funktionieren. Wachstum, neue Schnittstellen, Technologien oder andere Anforderungen verändern jedoch ihre Wirkung. Die damalige Entscheidung kann intelligent gewesen sein. Eine heutige Anpassung ebenso. Denn Erfahrungen aus der Vergangenheit geben Orientierung. Entwicklungsdynamiken liefern neue Erkenntnisse.
Vielleicht bedeutet Ambiguitätstoleranz deshalb auch, anzuerkennen, was aktuell Fakt ist, und der eigenen Überzeugung gelegentlich ein Update zu erlauben.
Denn intelligente Entwicklung braucht manchmal die Erlaubnis, sich von liebgewonnenen Gewohnheiten und alten Denke-Mustern wertschätzend zu verabschieden und sich ehrlich zu fragen:
Wie würde ich auf Grundlage des Wissens von heute handeln oder entscheiden?
