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Gute Zusammenarbeit braucht Dissonanz

Harmonie fühlt sich gut an. Aber bringt sie uns auch weiter? Warum Widerspruch, unterschiedliche Perspektiven und Dissonanz entscheidend für intelligente Zusammenarbeit sein können.

Oliver Straubel
Oliver Straubel
·9. Okt. 2026 ·1
Gute Zusammenarbeit braucht Dissonanz
Bild: KI generiert

Ein intelligentes Gespräch muss sich nicht immer gut anfühlen.
 
Wir alle mögen harmonische Zusammenarbeit. Freundschaftliche Gespräche. Leichtigkeit in Meetings. Am Ende sind sich alle einig und gehen mit einem guten Gefühl auseinander.
 
Und genau dieses gute Gefühl verwechseln wir erstaunlich schnell mit guter Zusammenarbeit.
 
Denn persönlich wünschen wir uns Zugehörigkeit, Zustimmung und möglichst wenig Reibung. Für die Entwicklung einer Organisation können unterschiedliche Meinungen, Widerspruch und Dissonanz jedoch ausgesprochen wertvoll sein.
 
Wenn alle einverstanden sind, kann das bedeuten, dass wir eine hervorragende Lösung gefunden haben. Oder eben, dass niemand Lust oder den Mut hatte, den anderen zu widersprechen.
 
Vielleicht hilft es deshalb, persönliches Wohlgefühl und systemische Wirkung gelegentlich getrennt zu betrachten.
 
War das gerade ein angenehmes Gespräch oder hat es uns wirklich weitergebracht?
 
Gute Zusammenarbeit wird erst dann intelligent, wenn sie Unterschiedlichkeit aushalten kann und will. Und bestimmt gilt dies ebenso für unser Miteinander außerhalb der Arbeitswelt.

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