Führung beginnt mit Innerer Erlaubnis
Die innere Erlaubnis hat deutlich mehr Relevanz als das Organigramm.
In vielen Organisationen warten Menschen auf eine Erlaubnis, die sie sich nur selbst geben können. Das Organigramm hat sie ihnen längst erteilt.
Gerade Betroffene in der Unternehmensnachfolge, ehemalige Kolleginnen und Kollegen, die zu Führungskräften werden, Nachfolger ausgeschiedener Personen oder Menschen, die neu in einem Unternehmen ankommen, erleben häufig Loyalitätskonflikte. Insbesondere zwischen dem, was andere von uns erwarten, dem, was wir glauben, was erwartet werden könnte, dem, was wir selbst brauchen, und dem, was wir uns selbst erlauben.
Vielleicht hilft dann zunächst ein einfacher Fragendreiklang:
WILL ich das? I Will ICH das? I Will ich DAS?
Wenn wir diese Fragen ehrlich beantworten und uns den möglichen Widersprüchen stellen, kann eine positive Vorstellung davon entstehen, wohin wir uns entwickeln möchten. Aus ehrlicher Betrachtung wächst ein echtes „Hin zu…“. Und daraus kann sich der Mut zur inneren Erlaubnis ergeben: Ich darf das!
Ich darf Entscheidungen treffen.
Ich darf Erwartungen formulieren.
Ich darf meinen eigenen Weg gehen.
Ich darf Fehler machen und diese korrigieren.
Ich darf Dinge anders machen und gestalten.
Ab dem Zeitpunkt der inneren Erlaubnis beginnt echte Führung. Unabhängig davon, wie lange sie bereits im Organigramm steht oder wer uns von außen gut zugeredet hat.
